Kleine Geschichten


DAS SELTSAME TIER

Ich saß an meinem Schreibtisch, als ich ein seltsames Tier vor mir stehen sah: es war nicht größer als die Schreibtischlampe und hatte ein Fell von ockergelber Farbe. Die Hände ähnelten denen eines Schimpansen, die Füße, auf denen es aufrecht stand, waren am ehesten mit Hundepfoten zu vergleichen. Besonders wunderlich fand ich den Schwanz, der so dünn wie der einer Ratte, aber von unschätzbarer Länge war, und das Gesicht, welches sich aus zwei großen roten Kulleraugen, einem Schweinerüssel und einem breit grinsenden Mund, der von einem elefantenartigen Schlappohr zum anderen reichte, zusammensetzte.

Weshalb schaust du so traurig? fragte mich das Tier.

Ich kann mich selbst nicht leiden, antwortete ich, und es war wirklich so.

Warum denn nicht? wollte das Tier wissen, und ich erklärte: Weil ich ein Nichts bin.

Oh, rief das seltsame Tier erstaunt aus, aber das ist doch gar nicht wahr. Du bist sogar der Herrscher über ein großes Reich, in dem, im wahrsten Sinne des Wortes, es alles gibt, was du dir vorstellen kannst.

Zunächst war ich sehr verblüfft. Ich der Herrscher über ein großes Reich? Aber dann erinnerte ich mich an meine Kindheit. Ich erinnerte mich an ein solches Reich, das ich als kleiner Junge beherrscht hatte, aber unglücklicherweise hatte sich die Tür, hinter der es sich befand, immer mehr geschlossen, so dass ich irgendwann keinen Zugang mehr zu jener Welt gehabt hatte…

Das seltsame Tier schien meine Gedanken gelesen zu haben: Nun, ich schätze, du hast die Tür wieder geöffnet. Schließlich komme ich von dieser Welt, und durch verschlossene Türen kann ich nicht gehen.

Nun wurde mir langsam bewusst, was geschehen war, und meine Miene hellte sich auf. Ich hatte die Macht über jene Welt zurückgewonnen… Um ganz sicher zu sein, versuchte ich mich an dem seltsamen Tier, indem ich es verschwinden und wieder zurückkehren ließ, mir den Schwanz kürzer vorstellte oder ihm eine Hundeschnauze anstelle des Schweinerüssels aufsetzte. Und siehe da, all das gelang mir, und ich wusste, dass mich meine unendlich vielen Untertanen von nun an wieder durch das Leben begleiten würden. und plötzlich konnte ich mich wieder leiden.

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DAS SPIEL DER ZWERGE

Ich wanderte schon seit Tagen durch eine endlos weite Leere, in der nichts, aber auch wirklich nichts vorhanden war, bis auf das Gefühl, festen Boden unter den Füßen zu haben. Endlich, ich traute meinen Augen kaum, sah ich zwei winzige Punkte in der Ferne, und als ich mich ihnen genähert hatte, entpuppten sie sich als ein Zwergenpaar, das sich mit einem Würfelspiel die Zeit vertrieb.

Irgendwann wurden sie sich meiner Gegenwart bewusst und forderten mich mit übertriebenen Gesten auf, neben ihnen Platz zu nehmen und dem Spiel beizuwohnen. Die Regeln waren sehr einfach: wer eine Sechs würfelte, machte einen Punkt; am Ende sollten die Punkte zusammengezählt werden, und der, der die meisten Punkte gemacht hatte, sollte als Sieger hervorgehen. Alles schien mir sehr einleuchtend, doch ich stellte fest, dass der einzige Würfel, mit dem sie spielten, auf all seinen sechs Seiten die Sechs anzeigte. Die Erklärung der Zwerge war folgende:

Wäre der Würfel nicht so beschaffen, würde nicht jeder von uns dieselbe Punktzahl machen. Würde nicht jeder von uns dieselbe Punktzahl machen, würde einer von uns das Spiel irgendwann gewinnen, der andere aber verlieren. Das wäre traurig für jenen und außerdem sehr ungerecht.

Wie lange spielt ihr hier schon? fragte ich.

Wir wissen es nicht, antwortete der eine Zwerg, und der andere fügte hinzu: Und es spielt auch keine Rolle, wann wir das Spiel beschließen. Wie viele Runden wir auch zählen, das Ergebnis bleibt am Ende immer ein Unentschieden.

Weißt du, versicherte mir schließlich der erste Zwerg, es gibt nichts Vernünftigeres in dieser endlos weiten Leere als sich die Zeit mit einer endlos langen Partie zu vertreiben.

Da merkte ich, wie trostlos diese Leere war, und die Zwerge begannen mir leid zu tun, und ich nahm den Würfel in die flache Hand und warf ihn hoch in die Luft, und an der Stelle, an der der Würfel auf den unsichtbaren Grund zurückfiel, wuchs eine große rote Blume. Als die Zwerge sie emporschießen sahen, wurden sie ganz toll vor Freude und schlugen aus Übermut ein Rad nach dem anderen. Und überall dort, wo ihre Hände den unsichtbaren Grund berührten, entstand das, was sie sich in dem Moment wünschten.

Ich aber zog weiter, und immer wieder hinter mich blickend sah ich, dass am Horizont eine kleine Welt entstand.

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DAS PHILOSOPHISCHE NASHORN

Eines Morgens öffnete ich meinen Kleiderschrank, und was sah ich da? Ein rosarotes Nashorn hatte es sich darin bequem gemacht. Nun, ich habe in dieser Welt schon viel gesehen, und ich wäre ehrlich gesagt trotz der für Nashörner ungewöhnlichen Farbe und des erst recht ungewöhnlichen Aufenthaltsortes nicht allzu sehr in Erstaunen versetzt worden, hätte der Dickhäuter nicht beim Öffnen der Schranktüre das berühmte Zitat von sich gegeben: Ich denke also bin ich.

Ein philosophisch angelegtes Nashorn also, war mein erster Gedanke, und ich wurde neugierig. Bedauerlicherweise war das Nashorn nicht sehr gesprächig, nach einer Weile hatte ich jedoch herausgefunden, dass es sich deshalb in meinen Kleiderschrank zurückgezogen hatte, um über sich selbst nachzudenken. Dieses Bedürfnis nur allzu gut kennend beschloss ich, mich damit abzufinden, ein rosarotes philosophisches Nashorn in meinem Kleiderschrank zu haben, und ich verteilte sogar den größten Teil meiner Kleider auf andere Schränke, um das nachdenkliche Tier nicht zu stören.

Wenn ich den Schrank dennoch öffnete, sei es aus Neugier, oder sei es, weil ich wirklich etwas brauchte, erzählte mir das Nashorn manchmal, an welchen Gedanken es sich gerade aufhielt. Einmal war es mit der Frage beschäftigt, warum es ausgerechnet ein rosarotes Nashorn sei und nicht etwa ein himmelblaues oder giftgrünes. Ein anderes Mal ging es der Überlegung nach, ob das Horn auf seiner Nase ausreichte, um sich Nashorn nennen zu können, da es wusste, dass es nicht dem Prototyp eines Nashorns entsprach.

Ich, der das Nashorn mit der Zeit liebgewonnen hatte, beruhigte es jedesmal, indem ich es beispielsweise zu überzeugen versuchte, dass es auf die Farbe nicht ankomme und das Horn auf der Nase als Identitätsmerkmal eines wahrhaftigen Nashorns völlig ausreiche.

Eines Tages jedoch sollten mir alle Beruhigungskünste nichts mehr nützen. Ich fand das arme Tier an schlimmen Selbstzweifeln verzweifelnd; es war sich nicht mehr sicher, ob es wirklich existiere und ob es überhaupt eine Berechtigung habe, als Nashorn, und dazu noch als rosarotes, sein Dasein philosophierend in einem Kleiderschrank zu bestreiten.

Irgendwann war das Nashorn nicht mehr. Ich vermute, dass es ganz einfach für sich beschlossen hatte, nicht mehr zu denken.

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DIE BEGEGNUNG MIT DEM ZAUBERVOGEL

Ich wollte fliegen. Also schwang ich meine Arme auf und ab, und plötzlich bewegte ich mich in der Luft, und die Arme wie Schwingen gebrauchend stieg ich höher und höher. Einmal um die ganze Welt flog ich, und alles war winzig klein. Auch die Menschen waren winzig, und ich musste lächeln. Das sahen die Vögel, die an mir vorüberzogen, und da umkreiste mich einer und sagte: Wenn du wieder herunterkommst, wirst du genauso klein sein wie diese.

Schade, dachte ich, und auch diesen Gedanken erriet der Vogel, der ein Zaubervogel war.

Und wie ich mich nach der anstrengenden Reise der Erde näherte, wurden die Menschen nicht größer und alles andere auch nicht, und der einzige Platz, auf dem ich mich niederlassen konnte, war ein riesiges Gebirge. Von dort aus schaute ich auf das Tal herab und wurde sehr traurig, weil es nun so viele Dinge gab, die ich nicht machen konnte, so viele Menschen, die ich zwar sehen, bei denen ich aber nicht sein konnte, und doch so gerne sein wollte. Ich fühlte mich sehr einsam, und die Sehnsucht trieb mir dicke weiße Tränen in die Augen, und ich nahm eine Wolke und weinte in sie hinein. Dann riss ich mir die Wolke vom Gesicht, und in meiner Verzweiflung drückte ich sie mit einer Hand aus, und die Tränen stürzten wie ein plötzlicher Regenguss ins Tal.

Schaut nur, riefen die Kinder im Tal, dort oben in den Bergen sitzt ein Riese und weint. Aber die Erwachsenen glaubten nicht an Riesen und schauten nicht auf, und so sahen sie mich nicht. Inzwischen hatte sich der Zaubervogel auf meiner rechten Hand niedergelassen.

Ich will dich erlösen, sagte er, und kaum dass er ausgesprochen hatte, verwandelte er sich in einen flügellosen Riesenvogel. Mir aber wuchsen zwei Flügel und ich wurde von ihnen nach Hause getragen, während ich endlich wieder die Größe der anderen Menschen annahm. Und wie freute ich mich, die mir lieben Menschen wiederzusehen, und ich nahm mir fest vor, bei meinem nächsten Flug nicht mehr über sie zu lächeln.

Noch oft in meinem Leben habe ich mich in das Tal begeben, und dann kommen die Kinder zu mir und erzählen mir, dass in den Bergen ein flügelloser Riesenvogel steht, an der Stelle, an der traurige Riese einst saß. Und obwohl ich ja weiß, dass er dort steht, schaue ich auf, und die Kinder sind sehr verwundert, weil Erwachsene nie aufschauen, weil sie nicht an Riesenvögel glauben. Und ich denke jedesmal: Irgendwann werde ich dir deine Flügel wiedergeben, alter Freund…

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DAS A OHNE ZUSAMMENHANG

Diese Geschichte habe ich nicht selbst erlebt, sie wurde mir von meinem Freund Schnüffelwratz, dem launischen Eber, erzählt, der vor einem Jahr als Berater in einem Institut für außergewöhnliche Lebensfragen angestellt worden war.

Schnüffelwratz saß in seinem Büro, beide Hinterbeine auf dem Schreibtisch und gemütlich seine Pfeife rauchend, als etwas unsicher ein A den Raum betrat. Das A, wie mir Schnüffelwratz berichtete, hätte das Problem gehabt, dass es irgendwann aus einem Zusammenhang gerissen worden war und so nicht mehr wusste, , in welchem Wort es sich ursprünglich befunden hatte.

Nun, schloss Schnüffelwratz nach kurzem Kombinieren, da es sich bei Ihnen um ein großes A handelt, können Sie folglich nur der erste Buchstabe eines Substantivs sein. Vorausgesetzt natürlich, Sie entstammen keinem ganzen Text.

Wie hilfreich diese Schlussfolgerung dem A auch erschienen haben mag, es blieb bei dieser einen, und Schnüffelwratz leitete sofort die Fahndung ein. Jedes Wort und jeder Text sollten nach einem fehlenden großen A hin überprüft werden. Da auch meine Texte von der Untersuchung nicht verschont blieben, wurde ich damals zum ersten Mal auf den Fall aufmerksam.

Die Fahndung erwies sich als erfolglos, und so schickte Schnüffelwratz das A zum Psychoanalytiker. Dieser sollte, ähnlich wie mit der bei Menschen angewandten Psychoanalyse, das Vorleben des A’s tiefer ergründen, um so Anhaltspunkte zu Worten und Zusammenhängen zu finden, denen das A möglicherweise angehörte.

Mehrere Monate vergingen, bis die Wahrheit an den Tag kam: das A entstammte weder einem Text noch war es Bestandteil eines Wortes, es war einfach nur ein zusammenhangloses A.

Obwohl das A für alle angefallenen Unkosten aufkam, war Schnüffelwratz sehr erbost, und er trug sich lange noch mit dem Gedanken, das A zu verklagen.

Das unsichere A ist nach seinem Skandal sofort untergetaucht, oder Schnüffelwratz nimmt es wenigstens an. Niemand auf dieser Welt wird wohl wirklich jemals erfahren, was aus ihm geworden ist.

Hier wäre die Geschichte offiziell zu Ende, doch ich will nicht auslassen zu erwähnen, dass ich das Versteck des legendären A’s zu kennen glaube. Ich könnte wetten, es verbirgt sich auf den ersten Seiten der Bibel einer meiner Tanten, ist doch das zweite A in dem Satz Am Anfang war das Wort auffällig fettgedruckt. Natürlich ist dies nur eine Vermutung, aber wäre das Wort Anfang nicht besonders verführerisch, um ein neues Leben anzufangen?

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DIE UNPOETISCHE GABEL

Du bist doch so etwas wie ein Dichter, gab die Gabel eines Tages von sich, als ich mit ihrer Hilfe einen Schub Nudeln in meinen Mund stecken wollte.

Wenn man so will, erwiderte ich mit vollem Mund, und die Gabel schien zufrieden zu sein. Leider ist Zufriedenheit einer Gabel schwer anzusehen.

Auf jeden Fall endete der Dialog damit, dass sie mich um meine Meinung bat, wenn sie mir beim nächsten gemeinsamen Essen ein kleines selbstkreiertes Reimgedicht vortragen würde. Ich versprach ihr, meine Kritik walten zu lassen, sobald ich ihre Verse zu hören bekommen hätte, und freute mich insgeheim nicht wenig, ein so kreatives Besteck zu besitzen, hatte mir doch vor nicht allzu langer Zeit mein kleiner Löffel ein Ständchen in Form eines selbstkomponierten Liedes im Sopran dargebracht, das vom großen Löffel mit tiefer Bassstimme und taktvollen Schlägen begleitet worden war.

Nun, leider musste ich feststellen, dass meine Gabel poetisch gesehen bei mir nicht so viel Eindruck machen konnte. Ihr Verslein ging so: Ach wäre ich ein Messer / Es ginge mir viel lieber.

Wenn man auch dies einer Gabel nicht anmerken kann, so schien sie mich doch erwartungsvoll anzuschauen, aber ich konnte ihr nur mit sanftem Ton vorschlagen, das Wörtchen lieber gegen ein besser einzutauschen.

Die Gabel war daraufhin schwer beleidigt. Seitdem hat sie kein Wort mehr mit mir gewechselt. Vielleicht wäre es für sie tatsächlich von Vorteil gewesen, als Messer auf die Welt zu kommen. Messer sind, wie mir meines einmal offenbarte, sehr phantasielose Zeitgenossen, und stehen zu ihrem unpoetischen Wesen.

Kurz nach dem Vorfall mit der Gabel bekam ich ein schlechtes Gewissen, weil mir auch nicht immer jeder Vers gelingt und ich genau weiß, wie schwer es einem manchmal fällt, selbst berechtigte Kritik zu vertragen.

Gabel, sagte ich während einer Mahlzeit schließlich, lass den Vers ruhig wie er ist, es ist deine Freiheit. Aber nenne es nicht Reimgedicht.

Die Gabel schwieg.

Am nächsten Morgen fand ich folgendes in die Butter geritzt: Was sie hält für ein Reimgedicht / Ist Sache deiner Gabel / Und wer mit vollem Munde spricht / Hält besser seinen Schnabel.

Meine Gabel ist poetischer als ich anfangs den Eindruck hatte.

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DER WUNSCH DES GEBURTSTAGSKINDES

Der Herr Mondgesicht war von einer Hexe zum Geburtstag eingeladen worden, und weil der Herr Mondgesicht immer ein bisschen Angst hat, bat er mich ihn zu begleiten.

Als wir bei der Hexe einkehrten, waren die übrigen Geburtstagsgäste bereits um den großen Kessel versammelt, der eine Art Bowle darstellen sollte. Seltsame Vögel tummelten sich da, einäugige Raben und fünffüßige Hühner, furchteinflößende Ungeheuer mit triefenden Mäulern und Beulen am ganzen Körper, und natürlich eine Menge Hexen, kleine und große, junge und alte, hässliche und noch hässlichere. Ich fragte den Herrn Mondgesicht, wer denn nun das Geburtstagskind sei, und der Herr Mondgesicht zuckte nur mit den Schultern, denn er wusste es auch nicht.

Plötzlich wurde es totenstill in der Stube, das Krächzen, Quieken, Brüllen und Schwätzen der Vögel, Monster und Hexen verstummte in einem einzigen Augenblick. Es war der Augenblick, in dem das Geburtstagskind in die Stube trat: ein wunderschönes Mädchen in einem langen roten Gewand bewegte sich fast schwebend auf die Gesellschaft zu und begrüßte sie mit einem nur angedeuteten Kopfnicken.

Das Schwätzen und Krächzen setzte daraufhin wieder ein, und die Ungeheuer und anderen Wesen stürzten sich gierig auf den übelriechenden Punsch. Ich sah gerade noch, wie der Herr Mondgesicht eine Unterhaltung mit einem einäugigen Raben begonnen hatte, als zwei zierliche Hände die meinen sanft ergriffen und ich mich kurz darauf in den Augen des schönen Mädchens verloren hatte.

Komm, sagte das Mädchen, und wir gingen auf dem Regenbogen ihrer Regenbogenhaut spazieren, und bunte Blumen regneten auf uns herab, und feine warme Sonnenstrahlen kitzelten unsere nackten Füße. Wie wir so über die Farben wandelten, merkte ich, dass das Hexchen peinlichst genau darauf achtete, nicht in das Rot zu treten, und ich erfuhr auch bald warum. Eine Blume fiel auf ihr Gesicht und bedeckte ihre Augen, und da stolperte sie in das Rot, und das rote Gewand ging darin auf, und mit dem Gewand das schöne Hexenmädchen.

Ich verlor, weil mich niemand mehr führte, das Gleichgewicht und stürzte in das Schwarz der Pupillen, bis mich die Netzhaut auffing.

Durch die Maschen hindurch beobachtete ich, wie die letzten Geburtstagsgäste, der einäugige Rabe und der Herr Mondgesicht, die Stube gerade verließen und das Geburtstagskind die Tür hinter sich schloss. Und das Mädchen setzte sich auf einen Stuhl und begann vor sich hinzuträumen, und ich fühlte, dass sie sich in dem Moment dasselbe wünschte wie ich; dass unser gemeinsamer Spaziergang, der ja viel zu überstürzt von sich gegangen war, eine Fortsetzung in unserer Traumwelt fände.